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Ereignisreiches Wochenende für die THW-Jugend

Ereignisreiches Wochenende für die THW-Jugend

Ereignisreiches Wochenende für die THW-Jugend

Kitzingen, 24.-26.07.2015

Am vergangenen Wochenende empfing die Jugendgruppe des Technischen Hilfswerks (THW) Kitzingen ihre Freunde von der THW-Jugend aus Bamberg zu einem Besuch. Mit der Ankunft der Gäste am Freitag gegen 19 Uhr begann für die insgesamt 22 Mädchen und Jungen aus den beiden THW-Ortsverbänden, sowie für die 7 Betreuerinnen und Betreuer, ein ereignisreiches Übungs- und Ausbildungswochenende.

Zunächst wurden in der THW-Unterkunft die Feldbetten aufgebaut und die Nachtlager eingerichtet. Nach einer gemeinsamen Brotzeit wurde der Abend in gemütlicher Runde verbracht.
Doch gegen 22 Uhr war es vorbei mit der Gemütlichkeit. Die Kitzinger Jugendbetreuer Jochen Dürr und Manuel Schneider gaben den Alarm zu einer Einsatzübung. Der Einsatzauftrag führte die Jugendlichen auf das Gelände des Technologieparks conneKT, dem ehemaligen Flughafenareals der US-Streitkräfte. Dort waren zwei Arbeiter in einem Regenrückhaltebecken verunglückt, so die Vorgaben zur Einsatzübung.

Die Junghelferinnen und –helfer der beiden Ortsverbände wurden in zwei gemischte Gruppen eingeteilt. Während die Einen begannen, mit dem Aufbau von Aggregat, Scheinwerfern und eines „Powermoon“ für die die erforderliche Beleuchtung zu sorgen, erkundeten die Anderen bereits, ausgerüstet mit Handlampen, die Unglücksstelle und suchten die Personen.

Ein „Verletzter“, dargestellt von einer lebensgroßen Holzpuppe, befand sich im Wasser des Regenrückhaltebeckens und musste von dort gerettet werden. Die Mittel der Wahl waren hierfür eine Leiter, die als Lastarm fungierte und über die mit einem Rollgliss-Rettungsgerät die Person aus dem Becken gerettet werden konnte. Zuvor musste jedoch ein Helfer mit einer Hochwasserhose in das Wasser und den verunglückten Arbeiter in den sogenannten Schleifkorb legen.

Die zweite Person wurde in einem mit Gitterrosten abgedeckten Überlauf gefunden, in dem jedoch kein Wasser war. Die Einsatzkräfte entschieden sich in diesem Fall, einen Teil der Gitterroste zu entfernen und mit dem Einsatz-Gerüst-System über die Öffnung einen Dreibock zu errichten. Über diesen konnte ein Schleichkorb in die Tiefe hinabgelassen und damit der „Verletzte“, der noch an Ort und Stelle erstversorgt wurde, nach oben gerettet werden.

Nachdem die verunglückten Personen gerettet waren, konnten alle Gerätschaften wieder abgebaut, auf den Fahrzeugen verstaut und der Rückweg in die Unterkunft angetreten werden. Der Nachtruhe stand jetzt nur noch der gegenseitige Austausch über das eben Erlebte im Wege.

Am Samstag erwartete die etwas verspätet aufgestandenen Jugendlichen zunächst ein gemeinsames Frühstück. Anschließend stand auch dieser Tag ganz im Zeichen der Ausbildung. Die Truppe machte sich auf den Weg an das Mainufer bei dem Schiffsverladekran zwischen Kitzingen und Hohenfeld. Dort wurden sie in den Themen „Arbeiten mit dem Jetfloat“, sowie „Arbeiten mit dem Einsatz-Gerüst-System (EGS)“ unterrichtet.

Mit den Modulen des Jetfloat wurde eine schwimmende Arbeitsplattform zusammengesetzt und aus den Teilen des EGS wurde ein Turm mit einem Ausleger gebaut. Schließlich wurde beides kombiniert, die Plattform ins Wasser gelassen und der Gerüstturm mit dem Kran auf die Jetfloat-Plattform gehoben. Mit Hilfe des so entstandenen schwimmende „Lastenkrans“ und eines Greifzugs konnte nun ein Gegenstand aus dem Wasser geborgen werden.

Um aber auch den Spaß nicht zu kurz kommen zu lassen, hatte der fleißige THW-Nachwuchs anschließend noch das Vergnügen einer Rundfahrt mit dem THW-Boot auf dem Main.

Ein Grillabend rundete den Tag noch ab, bevor er in einem gemütlichen Miteinander seinen Ausklang fand.

Nach den notwendigen Aufräum- und Reinigungsarbeiten am Sonntag machten sich die Bamberger THW’ler wieder auf den Heimweg. Ein besonderes Wochenende ging zu Ende und die müden Junghelferinnen und Junghelfer konnten ihren Familien sicher viel erzählen.