Enter your keyword

Nach Stromausfall treten giftige Gase aus

Nach Stromausfall treten giftige Gase aus

Nach Stromausfall treten giftige Gase aus

Kitzingen, 23.10.2015

Während der Ausführung von Wartungsarbeiten in einem chemischen Versuchslabor für Gase kam es zu einem vollständigen Stromausfall. Dies hatte den Austritt giftiger Gase an mehreren Stellen in dem Labor zur Folge. Vier bis fünf Arbeiter, die sich in dem Gebäude befanden, werden vermisst.

Dies war die Ausgangslage, mit der die Helferinnen und Helfer des THW Kitzingen in den Abendstunden des 23.10.2015 konfrontiert wurden. Ausbilder Massimo Carlone dachte sich dieses Szenario für die diesjährige Nachtübung aus. Als Schauplatz des angenommenen Unglücks diente eine leerstehende Halle im Technologiepark conneKT, dem ehemaligen Flughafenareal der US-Streitkräfte.

Die insgesamt 28 Frauen und Männer vom Technischen Zug des Kitzinger THW rückten aus, um unter der Einsatzleitung des Ortsbeauftragten Alexander Fischer der Lage Herr zu werden. Primär waren das Gebäude nach den vermissten Personen zu durchsuchen und diese zu retten. Außerdem waren die Leckagen abzudichten, um ein weiteres Austreten der giftigen Gase zu unterbinden.

Diese Aufgaben waren jedoch nur unter Einsatz von schwerem Atemschutz zu bewältigen. Erschwerend kamen der Stromausfall und die Dunkelheit hinzu. Während mehrere Trupps mit Atemschutzgeräten und Handleuchten ausgestattet in die Räumlichkeiten vordrangen, wurde das Areal davor unter dem Einsatz von Powermoon Beleuchtungsballons und Halogenscheinwerfern ausgeleuchtet.

Die verletzten Personen, allesamt ohne Bewusstsein, konnten relativ schnell gefunden und mit Tragen ins Freie gebracht werden. Dort würden sie im Ernstfall dem Rettungsdienst zur weiteren Versorgung übergeben werden. Die Rettung einer Person gestaltete sich jedoch etwas aufwändiger. Sie befand sich auf einer Galerie in der Halle und musste mit Hilfe eines Schleifkorbs über eine Treppe als schiefe Ebene gerettet werden. Schließlich konnten auch die Gasaustrittsstellen lokalisiert und abgedichtet werden.

Nach Übungsende lobten Ausbilder Carlone und Ortsbeauftragter Fischer die Leistung der Einsatzkräfte, versäumten jedoch auch nicht, auf mögliche Verbesserungen hinzuweisen.